GPS Tracker GRETA

Bevor wir zum eigentlichen Test des Gerätes kommen, möchte ich zunächst einmal auf zwei
gängige Ortungssysteme eingehen. Ab diesen Punkt entscheidet sich für viele schon, ob das
System etwas für den jeweiligen jagdlichen Einsatz taugt oder nicht.



Eine Art der Ortung stellt das GPS über Funk dar, ein bekanntes Gerät das diese Technik
nutzt wäre zum Beispiel das „Garmin Astro“.

Dabei werden die Standortdaten vom Hund direkt zum Führer gesendet, die Vorteile dieser
Technik sind:


- Unabhängigkeit vom Handynetz

- man bekommt genaue Daten über Entfernung und Richtung


Die Nachteile sind:



- eine geringe Funkreichweite

- bei starken Gelände treten Probleme auf 

- teilweise sehr teuer 


Die zweite Art der Ortung und da gehört der GRETA GPS Tracker auch zu, besteht über das
GPS per GPRS/GSM. Dabei werden im Sekundentakt die Informationen des Standortes
geortet und über das Handynetz gesendet, die Informationen können dann per Handy über
eine App jederzeit überprüft werden.

Die Vorteile dieser Technik:


- es gibt keine Reichweitenbegrenzung

- Livetracking ist möglich

- man bekommt sehr genaue Daten

- es sind viele weitere nützliche Funktionen möglich (Routenverlauf, virtueller Zaun etc.)

- günstiger im Vergleich 



Aber auch bei dieser Technik gibt es Nachteile:


- man ist abhängig vom Handynetz

- und es fallen weitere Kosten für Datenpakete an 




Nun zu den Erfahrungen mit den GPS Tracker GRETA der Firma Prothelis. Das erste was bei
diesen Tracker ins Auge fällt, ist tatsächlich die Größe, mit den Maßen 64x29x24mm ist der
Tracker sehr klein gehalten und nimmt kaum Platz in Anspruch.

Auch das Gewicht, welches ungefähr 32 Gramm ausmacht, ist hervorragend und ich
behaupte mal, dass ein Hund dies gewichtstechnisch nicht wahrnehmen wird außerdem ist
der Tracker nach IP 67 wasserdicht, was gerade bei der Wasserjagd vom Vorteil ist.

Aufgeladen wird der Tracker über eine Induktiv-Ladestation, die natürlich im Lieferumfang
enthalten ist, genauso wie eine Silikontasche mit der man den Tracker an ein Halsband
befestigen kann.



Kommen wir nun zur Handhabung. Nachdem der Tracker ausgepackt ist, kann die
Inbetriebnahme auch schon losgehen. Zunächst sollte der Tracker auf der Ladestation
aufgeladen werden, danach kann dieser über die Seriennummer aktiviert und die App (IOS
oder Android) heruntergeladen werden. Die beiliegende Kurzanleitung beschreibt den
Vorgang sehr gut und es sollten dabei keinerlei Probleme auftreten. Die dazugehörige App
kann kostenlos heruntergeladen werden und lässt sich meiner Meinung nach sehr intuitiv
bedienen, sowohl auf dem IPhone als auch beim Android Betriebssystem. Die
Karteninformationen kommen von Google Maps und sind typischerweise sehr gut.



Welche Funktionen bietet der GPS Tracker GRETA?

Enthalten ist eine Temperaturwarnung, beim über- oder unterschreiten der eingestellten
Temperatur wird man gewarnt, „nettes Feature“ wie ich finde aber für den jagdlichen
Einsatz eher uninteressant. Dazu kommt noch eine Geschwindigkeitswarnung die eine
ähnliche Funktion bietet.

Interessant ist die Möglichkeit über die App individuelle Gebiete einzugrenzen, die beim
Verlassen des Gebietes ein Alarm auslöst. Bei Stöberjagden oder auch beim Freilauf Zuhause
ist dieses Feature echt nützlich, dies ist ein ganz klarer Pluspunkt des Gerätes. 

Zudem bietet die App noch viele andere Möglichkeiten den Tracker einzurichten und zu
personalisieren.



Die Akkulaufzeit des Gerätes ist wirklich gut, kommt aber extrem darauf an, auf welchen
Aktualisierungsintervall man den Tracker gestellt hat. Wer diesen z.B. auf 10 Sekunden stellt,

muss mit deutlich weniger Laufzeit rechnen als bei längeren Intervallen. Gerade bei
Bewegungsjagden sollten diese 10 Sekunden aber eingestellt sein, trotzdem kommt man
ohne Problem eine Jagd lang mit dem Akku hin und darüber hinaus.

Zur Genauigkeit kann ich nur sagen, dass diese wirklich gut und zuverlässig ist. Man sollte
aber immer im Hinterkopf behalten, dass einem die Genauigkeit des Gerätes nicht wirklich
viel nützt, wenn man auf dem Handy, wo die App läuft, kein Empfang hat.

Fazit

Man bekommt für sein Geld einen hochwertig verarbeiteten Tracker „Made in Germany“,
der sich durch seine Bauart und Handhabung nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.

Besonders gut hat mir der einstellbare virtuelle Zaun gefallen, aber auch die
benutzerfreundliche App. Das Gerät gibt es für ungefähr 119€ und die Preise für die Nutzung
der integrierte SIM-Karte fangen ab 3,79€ monatlich an, je nachdem für wie viel man im
Voraus bezahlen möchte.

Im jagdlichen Einsatz für den Hund macht das Gerät eine gute Figur und lässt sich
problemlos am Halsband befestigen, zudem ist es wasserfest und punktet mit einer guten
Akkulaufzeit, sowie einer hohen Standortgenauigkeit.

Vergessen sollte man dabei nicht, dass der GRETA Tracker sehr vielseitig einsetzbar ist und
sich auch problemlos für andere Zwecke nutzen lässt, wie z.B. für Pferde, Kinder oder Autoüberwachung.


Tags: GPS Ortung
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